Bewundernswert sind die höchst lebendigen Ikonen, die kunsthandwerklich und bautechnisch beeindruckenden Klöster, die Liebe und Sorgfalt, mit der das bulgarische Volk nun wieder sein kulturelles Erbe pflegt und in gutem Zustand erhält.
Als im Jahr 864 das Christentum in  Bulgarien Fuß fasste, wurden die Klöster bald sichere
Aufbewahrungsorte für Wissen, Lehre, Schrifttum, Kunst und Schätze.
Sie waren Zufluchtsort, Kirche und Schule zugleich.
Die Brüder Methodius und Kyrill entwickelten in Bulgarien das kyrillische Alphabet.
Seitdem ist das Altbulgarische im ganzen Osten die Kirchensprache, wie bei uns das Latein.
 

In den schweren und düsteren Jahren der Fremdherrschaft waren die Klöster Bastionen der Hoffnung und des Befreiungskampfes. Die Klosterbauten gliedern sich  harmonisch in  die malerische Landschaft ein. 
Die hervorragenden Wandmalereien und  Holzschnitzereien, die  geschmackvolle Ausstattung und die kunstvollen Arbeiten 
der Gold - und Silberschmiede sind das Werk begabter Autodidakten.
 

Von den vielen Klöstern seien nur einige hervor gehoben, deren Besichtigung  fast ein "Muss" ist. Das Rila -Kloster,eines der wichtigsten Zentren der Literatur und Kultur aus der  Zeit  der nationalen Wiedergeburt.
Das Batschkovo - Kloster, das 1083 die 
georgischen Brüder Bakurjani bauen ließen.Das Kloster verfügt über eine große  Bibliothek
und eine reiche  Museumssammlung.

Auch der imposante Thronsaal der zweiten Hauptstadt Preslav und die beispiellos bemalten Kirchen  der dritten Hauptstadt Veliko Tarnovo wurden zerstört.
Trotzdem ist noch viel Sehenswertes erhalten geblieben.
Ganze, während der Zeit der nationalen
Wiedergeburt entstandene Ortschaften  stehen heute unter Denkmalschutz.
Jedem Haus ist eine eigene Atmosphäre
und Wohnkultur eigen.
Aus Sicherheitsgründen war der Bulgare  
gezwungen, seine Häuser auf bizarren Felsen,an schäumenden Wasserströmen zu errichten und mit festen Steinmauern zu umzäunen.
 

 

 

Das Drjanovo-Kloster stammt aus den ersten Jahren nach der Bildung des zweiten Bulgarenreiches,es ist mit dem Aprilaufstand gegen die osmanischen
Unterdrücker aufs engste verbunden und ist deswegen jedem Bulgaren heilig.
Dem Bulgaren war es beschieden, seine Freiheit mit Kampf zu erwerben und zu verteidigen.
Bei den Kämpfen wurden unschätzbare Meisterwerke zerstört, wie die stolze und strenge erste Hauptstadt Pliska.

 

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